
MOOI DUNUM
Dunum ist ein Dorf auf dem Geestrand, dessen Wurzeln weit in die vorchristliche Zeit zurückreichen. Belege dafür liefern archäologische Funde, die von der Steinzeit über die Bronzezeit bis in das vorchristliche Mittelalter zurückreichen. Dazu gehört der Radbodsberg, ein bronzezeitliches Grab einer reichen Frau in der Gemarkung Brill und das Gräberfeld aus der Zeit der Christianisierung. Schriftliche Überlieferungen aus dieser Zeit gibt es nicht, aber Namen in der Landschaft reichen oft bis in sehr frühe Zeiten zurück.
Ein solches Beispiel ist vermutlich die Thingstraße nördlich der Kirche. In der nordeuropäischen Kultur war ein Thing ein Platz, an dem Versammlungen der Dorfgemeinschaft abgehalten wurden. Oft waren sie durch einen Baum gekennzeichnet. Sie werden auch als nordische Wiege der Demokratie bezeichnet. Vermutlich wurde die Kirche im Mittelalter auf diesem alten ‚Thing‘ errichtet. Sie bildet ja ebenfalls einen Versammlungsort. Der Name der Straße weist darauf hin.
Thing in Dunum:









