
MOOI DUNUM
Der sagenumwobene Grabhügel Radbodsberg (oder Rabbelsberg) liegt etwa 800 Meter südlich der Dunumer Kirche, direkt bei der Siedlung Stellung. Er hat heute noch eine Höhe von drei Metern bei einem Durchmesser von 15 bis 30 Metern und ist somit der größte urgeschichtliche Hügel Ostfrieslands.
Hier soll der Friesenkönig Radbod (auch Ratbod, Redbad, 679 - 719) ruhen. Er herrschte Ende des 7. und Anfang des 8. Jahrhunderts über ganz Friesland, von Belgien bis zur Weser.
Obwohl es nur eine recht schmale Basis historischer Tatsachen um Radbod gibt, rankt sich ein ganzer Kranz von Sagen und Erinnerungen um seine Person. Geschichtenerzähler haben das Wirken Radbods im Nachhinein ins Unermessliche gesteigert.
In den Jahren 1890 und 1904 sind hier umfangreiche Grabungen durchgeführt worden, bei denen Urnen aus der Eisen- und Bronzezeit gefunden wurden. Die Fachleute kamen danach zu dem Schluss, dass der Hügel der Einzelgrabkultur der Steinzeit (zwischen 3000 und 2000 vor Christus) zuzuordnen ist. Es wurden sechs Urnengräber, zehn Brandgräber ohne Urnen, ein Körpergrab, eine Steinkiste und ein Pferdeschädel mit Halswirbeln und Lederresten gefunden.
Quelle: Leben rund um den Radbodsberg / Detlef Kiesé und Luise Böök
Impressionen zum Radbodsberg:












